Unsere Arbeit in der Ukraine
Die Ukraine ist mit einer Fläche von 603.000 km² etwa sieben Mal so groß wie Österreich. Nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 wurde sie unabhängig und zählte vor Kriegsbeginn rund 43 Millionen Einwohner*innen. Bereits Ende Februar 2014 begann ein bewaffneter Konflikt auf der ukrainischen Halbinsel Krim, welcher sich nach dem Großangriff Russlands im Februar 2022 auf das gesamte Land ausweitete.
Die Lage in der Ukraine ist für Millionen Einwohner*innen bis heute unvorstellbar schwer. Der Krieg hat die Lebensgrundlage zahlreicher Menschen zunichte gemacht. Deshalb setzen wir uns weiterhin für hungernde und verzweifelte Menschen in der Ukraine ein.


ORA in der Ukraine
Bereits vor Ausbruch des Krieges schickten wir über unser Netzwerk an Projektpartnern in Rumänien, der Slowakei und Moldawien regelmäßig Hilfslieferungen in die Ukraine. Daher konnten wir sofort helfen und nur fünf Tage nach Kriegsbeginn den ersten ORA-LKW mit wichtigen Hilfsgütern in die Ukraine schicken. In unserem Ukraine-Liveticker haben wir damals laufend über unsere Hilfe vor Ort berichtet. Mithilfe mehrerer ORA-Projektpartner in Rumänien und der Ukraine können wir weiterhin regelmäßig Trinkwasser, Lebensmittel, Medikamente, Decken oder Matratzen direkt zu betroffenen Menschen bringen.




ORA-Projektpartner Emanuel Besleaga führt ein großes Hilfsgüterlager im Norden Rumäniens, nur 30 Kilometer von der ukrainisches Grenze entfernt. Dorthin schicken wir laufend Hilfsgüter, insbesondere Lebensmittel, die von verschiedenen Firmen gespendet oder von engagierten Helfer*innen in Österreich gesammelt werden. Im Lager wird zunächst alles sortiert und zu passenden Paketen verpackt, bevor die Hilfsgüter in den Osten der Ukraine gebracht und an zahlreiche Familien und Senior*innen verteilt werden.
In Zusammenarbeit mit ORA-Partner Sabine und Andreas Kallauch verteilten wir im Februar 2026 Generatoren, Gaskocher, EcoFlows, Taschenlampen, Powerbanks und Lebensmittelpakete an Familien in der Ukraine. In Kiew halfen sie bei einer Straßen-Ausspeisung für 300 Personen und in Charkiw diente ein ausrangierter holländischer Imbissstand mit gasbetriebenen Frittösen aus Ausgabestelle. Auch in den Dörfern rund um die großen Städte machen sie immer wieder Halt, um Hilfsgüter zu übergeben und ins Gespräch zu kommen. „Der Krieg hinterlässt überall seine Spuren. In Sumy hörte man alle paar Minuten Artillerieschüsse, da die russische Grenze ja nicht weit weg ist. Zuletzt waren wir in Izium und Sloviansk. Ich weiß nicht, wie es ist, so nah an der Kampflinie zu leben – mit den Geräuschen des Krieges und ohne zu wissen, was in einigen Wochen sein kann. Wo jederzeit Drohnen, Gleitbomben oder Raketen einschlagen können. Für uns sind diese Menschen wirklich Helden und es ist schön, mit ihnen Zeit zu verbringen und sie zu ermutigen,“ schildert Sabine.





Menschen auf der Flucht
Laut dem Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen sind über acht Millionen Menschen aus der Ukraine auf der Flucht (Stand 09/2023). Besonders Frauen und Kinder haben in umliegenden Ländern Schutz gesucht und gefunden, viele davon in Rumänien. Unsere rumänischen ORA-Projektpartner haben zahlreiche ukrainische Geflüchtete aufgenommen, helfen bei der Suche nach Wohnung und Arbeit und ermöglichen Kindern den Schulbesuch.
ORA-Projektpartner Paula und Florin Boruga aus Sighisoara haben beispielsweise 113 ukrainische Flüchtlinge aufgenommen, hauptsächlich Mütter mit ihren Kindern. Gemeinsam mit ORA und euren großzügigen Spenden war es möglich, einen Kindergarten speziell für diese ukrainischen Kinder zu eröffnen. Nur durch dieses Betreuungsangebot ist es den Müttern möglich, eine Arbeit zu suchen.


Transportkosten
Jeder LKW bringt rettende Hilfe für die notleidenden Menschen. Doch jeder Transport in die Ukraine kostet uns zwischen 2.500 und 4.000 Euro.
Damit wir weiter helfen können, brauchen wir eure Unterstützung!























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