Fragen und Antworten

1. Was bedeutet der Name ORA International?

Ursprünglich stand der Name ORA für „Orphans, Refugees and Aid“ (Flüchtlings- und Waisenhilfe). Heute wird der Begriff als Eigenname verstanden. ORA steht zudem im Lateinischen für „bete“, wie in dem bekannten Ausspruch „ora et labora“ (bete und arbeite).


2. Ist meine Spende steuerlich absetzbar?

Ja. ORA International Österreich ist beim BMF unter der Registrierungsnummer SO 1309 in der Liste der „Spendenbegünstigten Vereine” registriert und als Verein für mildtätige, Entwicklungs- und Katastrophenhilfe anerkannt. Wenn Sie Ihre Spenden an ORA als Privatperson absetzen möchten, müssen Sie uns Ihren vollständigen Namen laut Melderegister sowie Ihr Geburtsdatum mitteilen, damit wir die Höhe Ihrer Spenden einmal jährlich verschlüsselt ans Finanzamt übermitteln können. Nur so können Sie seit 2017 Ihre Spenden absetzen. 

Spenden aus dem Betriebsvermögen werden weiterhin mit einer Spendenbestätigung bedankt. Dafür erhalten Sie als Firma/Betrieb von uns zu Jahresbeginn eine steuerlich abzugsfähige Zuwendungsbestätigung über alle im Vorjahr geleisteten Zahlungen.


3. Kommt meine zweckgebundene Spende auch an?

Zielgerichtete Spenden werden unmittelbar für die Projekte eingesetzt, denen sie zugedacht sind. Wenn die eingehenden Beträge die Projektsumme übersteigen, fließen die Mittel in verwandte Maßnahmen und Projekte. So kommen alle Gelder, die Spender uns anvertrauen, ihrer Bestimmung entsprechend an.


 4. Wer kontrolliert den Umgang mit Spendengeldern bei ORA?

Wir verpflichten uns, uns anvertraute Spendengelder effektiv und angemessen zur Erreichung unserer Ziele einzusetzen. Als gemeinnütziger und spendenbegünstigter Verein sind wir regelmäßigen Kontrollen und Vorschriften durch die Finanzbehörden unterworfen. Neben dem Vorstand und Beirat, die die Geschäftsführung kontrollieren, bestätigt ein unabhängiger Wirtschaftsprüfer nach eingehender Begutachtung jährlich den satzungs- und zweckgemäßen Umgang mit Spendengeldern.


5. Wie finanziert sich ORA?

Die Finanzierung unserer Arbeit erfolgt durch Patenschaftsbeiträge, Geld- und Sachspenden von Einzelpersonen, Pfarren und Gemeinden, Vereinen und Firmen sowie durch Einnahmen von Flohmärkten oder Veranstaltungen. Durch die Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen, Behörden, Vereinen und Firmen werden immer wieder Projekte oder Transporte gemeinsam mit diesen finanziert.


 6. Wie hoch sind die Verwaltungskosten von ORA?

Dank des großartigen Engagements vieler ehrenamtlicher Helfer und Helferinnen ist es uns möglich, mit geringem Aufwand Großes zu bewirken. Unsere Aufwendungen für Spendenwerbung, Verwaltung und sonstige betriebliche Aufwendungen im Jahr 2018 umfassten insgesamt nur 4,9 Prozent der Ausgaben und beinhalten Personalkosten für fünf Teilzeit-Angestellte, Mietaufwand für unser Büro in Andorf, zwei ORA-Flohmärkte und drei ORA-Lager für Hilfsgüter. ORA International hat sich verpflichtet, alle Spenden sparsam und unter strikter Beachtung der Zweckbindung zu verwenden. Durch die Einnahmen aus Flohmärkten können wir unsere Kosten für Verwaltung, Mieten und Mitarbeiter decken, sodass jede Geldspende direkt und 1:1 den Projekten zufließen kann.


 7. Wie viele Mitarbeiter hat ORA in Österreich?

ORA hat fünf Angestellte, die sich um Verwaltung, Betreuung der Spender, Projektbetreuung, Patenschaften, Transportabwicklung, Logistik und Fundraising kümmern. Der Vorstand engagiert sich ehrenamtlich. Dass wir so viel bewegen können, verdanken wir der großen Zahl ehrenamtlicher Mitarbeiter in Österreich und Bayern, die bei weit über hundert Personen liegt.


 8. Wie kann ich die Arbeit von ORA unterstützen?

Sie haben die Möglichkeit, regelmäßig oder einmalig für unsere laufenden Projekte zu spenden, eine Patenschaft für ein bedürftiges Kind oder ein Projekt zu übernehmen oder an unseren Aktionen und Veranstaltungen teilzunehmen. Auf diesem Wege können Sie ORA unterstützen.

Werden Sie ein Botschafter für ORA: Erzählen Sie Freunden, Verwandten und Bekannten über Ihre Erfahrungen. Sie können auch auf kreative Weise Geld für die Anliegen von ORA lukrieren. Gleiches gilt, wenn Sie die Arbeit langfristig mit einem Testament fördern wollen. Für weitere Fragen stehen wir Ihnen auch persönlich, telefonisch oder über E-Mail zur Verfügung. Gerne senden wir Ihnen auch Informationen zu.


 9. Welche Zahlungsmethoden sind möglich?

Sie können online spenden oder auch auf dem herkömmlichen Weg per Zahlschein. Sie können den Betrag auf unser Spendenkonto überweisen, einen Dauerauftrag einrichten oder uns eine Einzugsermächtigung erteilen. Auch die Spendenfunktion auf dieser Homepage bietet Ihnen eine sichere, bargeldlose Spendenmöglichkeit. Selbstverständlich können Sie auch einen Zahlschein von uns anfordern und auf dem herkömmlichen Weg eine Spende leisten. Die Patenschaftsbeiträge können per Dauerauftrag oder mit einer Einzugsermächtigung bezahlt werden.


10. Wie geht ORA mit dem Datenschutz um?

Der Schutz Ihrer persönlichen Daten ist uns ein besonderes Anliegen. Wir garantieren Ihnen, dass wir persönliche Daten gemäß den datenschutzrechtlichen Bestimmungen verarbeiten und sie nicht an Dritte weitergeben. Auch die jährliche Übermittlung Ihrer Spendensumme ans Finanzamt erfolgt verschlüsselt und entspricht den Datenschutzbestimmungen.


11. ORA ist eine christliche Organisation. Müssen sich die Menschen bekehren, damit ihnen geholfen wird?

ORA baut auf christlichen Werten auf. Unser Ziel ist es, christliche Nächstenliebe praktisch werden zu lassen, uns für Gerechtigkeit einzusetzen und ganzheitliche Entwicklung für Individuen und Gemeinschaften zu ermöglichen. Deshalb sehen wir es als unsere Aufgabe, den physischen aber auch den intellektuellen, emotionalen und geistlichen Nöten der Menschen zu begegnen. Dennoch, Christsein ist keine Voraussetzung um Hilfe zu erhalten. Die Kinder und Familien die von ORA unterstützt werden, sind unterschiedlichen Glaubens.


 12. Wo arbeitet ORA International Österreich?

Das internationale Netzwerk von ORA arbeitet in mehr als zwanzig Ländern weltweit. ORA Österreich fördert derzeit Projekte und Partner in Haiti, Ghana, Uganda, Indien, Jemen, Rumänien, Bulgarien, Moldawien und Albanien. Zusätzlich erreichen Hilfstransporte hilfsbedürftige Menschen in Rumänien und Albanien sowie in Ungarn, der Slowakei, Moldawien und Bulgarien.


 13. Wohin gehen die Hilfstransporte und wie viele sind es pro Jahr?

Hilfstransporte mit gespendeten Lebensmitteln, Kleidung, Maschinen und anderen benötigten Gegenständen gehen nach Albanien, Rumänien, Bulgarien, Ungarn, Moldawien und in die Slowakei. Im Jahr 2019 wurden insgesamt 266 Hilfslieferungen versendet, das entspricht etwa 5 Transporten pro Woche. Die Transporte für Bulgarien ermöglichen es unserem Partner vor Ort, knapp 100 Menschen Second-Hand-Geschäften anzustellen und vielen Menschen einen sicheren Arbeitsplatz mit fairer Entlohnung zu geben. Die Empfänger der Lieferungen in den anderen Ländern sind ORA-Partner, die unter den Ärmsten der Armen arbeiten. Transporte sind Teil unserer Projektarbeit und soll diese positiv unterstützen. 


Fragen & Antworten zum Thema Flohmarkt & Sachspenden

14. Wo gibt es ORA-Flohmärkte?

Es gibt vier Standorte: in Andorf (Bezirk Schärding) in Grieskirchen (Bezirk Grieskirchen), in Gallspach (Bezirk Grieskirchen) und in Mauerkirchen (Bezirk Braunau).


15. Wann und wie oft haben die ORA-Flohmärkte geöffnet?

Unsere ORA-Flohmärkte haben regelmäßig und jede Woche geöffnet.
Jeder der ORA-Flohmärkte hat andere Öffnungszeiten.


16. Wann kann ich Sachspenden in den ORA-Flohmärkten abgeben?

Sachspenden können immer zu den Öffnungszeiten in den ORA-Flohmärkten abgegeben werden.


17. Was kann ich in den ORA-Flohmärkten abgeben?

Wir sammeln brauchbare, saubere und funktionstüchtige Dinge. Alles muss in gutem Zustand sein, denn wir möchten den Empfängern zeigen, dass wir nicht unseren Müll entsorgen, sondern ihnen gute, brauchbare Gegenstände gönnen. Im Zweifelsfall kontaktieren Sie uns.

  • Bekleidung und Schuhe
  • Geschirr und Haushaltswaren
  • Dekoartikel, Bücher (nur mit ISBN Nummer!)
  • Bettwäsche, Vorhänge, Tischwäsche, Stoffe, Nähzubehör
  • fahrbereite Räder
  • Kinderwägen, Kinderspielsachen (ohne Deutsch-Sprachkenntnisse)
  • Schultaschen

In unserem ORA-Lager in Andorf nehmen wir außerdem an:

  • Matratzen, Lattenroste und Betten
  • funktionstüchtige Waschmaschinen, Kühlschränke, Küchengeräte, …
  • nicht abgelaufene Medikamente, Pflegematerial

18. Was kann ich NICHT in den ORA-Flohmärkten abgeben?

  • alte Fernseher, Computer und Schreibmaschinen
  • alte Schi oder Schischuhe (nur Carving-Schi)
  • getragene Unterwäsche
  • Daunenbetten und Kopfkissen (alles was man nicht waschen kann)
  • VHS Videokassetten
  • beschädigte Bücher und Zeitschriften, Bücher ohne ISBN Nummer
  • Möbel (außer die oben erwähnten)

19. Was passiert mit meinen Sachspenden?

Jede Woche geben Menschen Sachspenden in unseren ORA-Flohmärkten ab. Unsere ehrenamtlichen HelferInnen sortieren einen Großteil der Waren durch und entscheiden, was sich für den Verkauf in den ORA-Flohmärkten eignet und der Rest wird verpackt und für unsere Hilfstransporte vorbereitet. Nur ein kleiner Teil, es sind etwa 5 Prozent der abgegebenen Sachspenden, werden tatsächlich in unseren ORA-Flohmärkten verkauft. Der Großteil wird mit unseren wöchentlich stattfindenden Hilfstransporten in unsere Projekte nach Osteuropa gebracht, wo sie sinnvoll verwendet werden, um Not zu lindern. Wenn Dinge beschädigt oder unbrauchbar sind, werden sie von uns fachgerecht entsorgt.


20. Wohin gehen die Hilfstransporte und wie viele sind es pro Jahr?

Hilfstransporte mit gespendeten Lebensmitteln, Kleidung, Maschinen und anderen benötigten Gegenständen gehen nach Albanien, Rumänien, Bulgarien, Ungarn, Moldawien und in die Slowakei. Im Jahr 2019 wurden insgesamt 266 Hilfslieferungen versendet, das entspricht etwa 5 Transporten pro Woche.

Ein Großteil der Sachspenden von Privathaushalten gehen nach Bulgarien. Hier führt ORA-Projektpartner Hristo Cholakov ein soziales Unternehmen mit knapp 100 Angestellten. Die Waren werden in Second-Hand-Geschäften zum Verkauf angeboten, wodurch viele Menschen einen sicheren Arbeitsplatz mit fairer Entlohnung erhalten und Menschen zu günstigen Preisen gute Waren einkaufen können. Die Empfänger der Lieferungen in den anderen Ländern sind ORA-Partner, die unter den Ärmsten der Armen arbeiten. Hilfstransporte sind Teil unserer Projektarbeit und sollen diese positiv unterstützen.


21. Was passiert mit dem Geld/Erlös der Flohmarkt-Verkäufe?

Der Erlös der ORA-Flohmärkte hilft uns, den Menschen in unseren Projekten nachhaltig zu helfen. Jeder Flohmarkt bedeutet viele Stunden ehrenamtliche Arbeit. Wenn wir all diese Stunden bezahlen müssten, bliebe kein Gewinn. Doch durch das tolle Engagement unserer ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen können wir durch die Flohmarkt- Einnahmen unsere Fixkosten für Büro, Angestellte, Lagermieten und Druckkosten abdecken. Damit können wir garantieren, dass jeder zusätzlich gespendete Euro, zum Beispiel für eine Kinderpatenschaft oder für eine Brunnenbohrung, auch 1:1 an unsere Projektpartner in aller Welt weitergeleitet wird.


22. Werden die Mitarbeiter in den ORA-Flohmärkten bezahlt?

Nein, die Flohmärkte werden durch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer getragen. Nur ORA- Mitarbeiter Matt Kell erhält ein Gehalt. Er ist für den Aufbau unserer vier Flohmärkte und für die Projektarbeit zuständig.


23. Könnt ihr Hilfe bei den ORA-Flohmärkten brauchen?

Ja, wir freuen uns über jede Hilfe, sei sie regelmäßig oder einmalig. Bitte kontaktieren Sie ORA-Mitarbeiter Matt Kell, um über Möglichkeiten zu sprechen, sich in den Flohmärkten einzubringen. Einige Möglichkeiten könnten sein: einmal im Monat einen Kuchen backen, Dinge für den Verkauf im Adventmarkt basteln, beim Binden von Adventkränzen mithelfen. Oder beim Sortieren, Verpacken und Verkaufen der Waren, Betreuung der ORA-Caféeecke oder bei besonderen Anlässen, z.B. in der Vorweihnachtszeit.


Fragen & Antworten zum Thema Patenschaften

24.  Was bedeutet eine Kind-Patenschaft?

Konkret wird durch eine Patenschaft ein Kind und dessen Familie in ein umfassendes Versorgungsprogramm einbezogen. Ernährung, Kleidung, medizinische Hilfe und Ausbildung sind gesichert. Das Kind spürt eine stete Verbesserung seiner Lebensqualität.
Ein Patenkind wird nur einmal vermittelt, denn eine Patenschaft ist die persönlichste Art der Entwicklungshilfe. Patenschaft wird zur Partnerschaft. Man wird mit dem sozialen Umfeld des Kindes bekannt gemacht und erfährt von Verbesserungen und/oder Herausforderungen und dem Leben im Projektland.

Wir betreuen aktuell Kinder-Patenschaften in den ORA-Projekten in Ghana, Haiti, Moldawien, Indien und Uganda. Für Moldawien werden keine neuen Paten mehr benötigt. In Albanien wurden die Kinder-Patenschaften mit März 2019 beendet und in Projekt-Patenschaften umgestellt. Wir bieten in allen Ländern Projekt-Patenschaften an, seit 2020 auch im Jemen. Nähere Infos dazu bei Frage 41 weiter unten.


 25. Wer kann eine Kind-Patenschaft übernehmen?

Jeder kann eine Patenschaft übernehmen. Auch Familien, Schulklassen, Frauenrunden, Vereine, oder andere Gruppen (Theatergruppe, Seniorenbund, Missionsrunden). Eltern können für ihre Kinder eine Patenschaft übernehmen, Großeltern für ihre Enkelkinder. Auch für Unternehmen bietet sich eine Übernahme einer Patenschaft an. Bei mehreren Paten benötigen wir einen festen Ansprechpartner. Das erleichtert die Kommunikation, die Zusendung der Unterlagen und den Zahlungsverkehr.


 26. Wie kann ich eine Kind-Patenschaft übernehmen?

Auf unserer Website kann eine Kinder-Patenschaft übernommen werden. Ein Klick auf „Pate werden“ leitet zur passenden Seite weiter. Dort kann man kostenlos und unverbindlich einen Vorschlag für ein Patenkind in einem Land Ihrer Wahl anfordern oder gleich die Patenschaft abschließen. Geben Sie Ihre Daten an und wir senden Ihnen per Post oder E-Mail die gewünschten Unterlagen zu. Auch kann telefonisch, schriftlich oder persönlich ein Patenschaftsvorschlag angefordert werden. Bei Abschluss der Patenschaft erhalten Sie die persönliche Patenschaftsurkunde und wichtige Informationen rund um Ihre Patenschaft per Post oder per E-Mail.


27. Ist eine Kind-Patenschaft rechtlich verpflichtend?

Nein. Trotz Unterschrift auf dem Formular der Einzugsermächtigung geht man keinerlei recht­liche Verpflichtung ein. Die Patenschaft kann ohne Angabe von Gründen sofort gekündigt werden. Im Falle der Kündigung bemühen wir uns, wieder einen neuen Paten für das Kind zu finden.


28. Wie viel kostet eine Kind-Patenschaft?

Der monatliche Beitrag für eine Kind-Patenschaft beträgt € 30. Mit diesem Geld wird die Grundversorgung, wie Ausbildung, medizinische Versorgung, Lebensmittel und Kleidung des Kindes sichergestellt. Auch profitiert die gesamte Familie des Patenkindes. 100 Prozent des Patenschaftsbetrages kommen dem Patenkind zugute. Es wird in sein Leben, aber auch in die Infrastruktur und die Entwicklung seines Umfeldes investiert.


 29. Wie werden Kind-Patenschaftsbeiträge bezahlt?

Am einfachsten und kostengünstigsten ist es, wenn uns eine Einzugsermächtigung (Lastschrift/Abbuchung) vorliegt. Auch kann der Patenschaftsbetrag mit einem Dauerauftrag überwiesen werden. Wichtig für die Zahlungsweise per Dauerauftrag ist die Angabe des Namens des Patenkindes im Verwendungszweck. Sie können den Patenschaftsbetrag monatlich (30 Euro), vierteljährlich (90 Euro), halbjährlich (180 Euro) oder jährlich (360 Euro) begleichen.


30. Besteht die Möglichkeit zu Briefkontakt?

Ja. Gerne leiten wir Post an das Patenkind und vom Patenkind weiter. Wir sind sehr bemüht, Paten im Briefkontakt zu unterstützen. Gehen Sie jedoch nicht vom „österreichischen“ Postsystem aus. Oft haben die Dörfer, in denen die Kinder mit ihren Familien leben, keine Postadresse oder die Kinder können Briefe nicht selbst beantworten, um ihren Dank auszudrücken. So bitten wir um Verständnis für eventuelle Verzögerungen in Rückschreiben vom Patenkind.

Aus Sicherheitsgründen, Datenschutz und zum Schutz der Kinder teilen wir keine Adresse des Patenkindes mit. Auch ist es wichtig, nicht die eigene Adresse (E-Mailadresse, Skypeadresse) und keine Telefonnummer (Mobilnummer, WhatsApp) in den Briefen an das Patenkind zu erwähnen.

Ihr Brief ans Patenkind wird unterm Jahr vorerst per E-Mail ins Projektland weitergeleitet. Anschließend werden die Briefe gesammelt und ein- bis zweimal im Jahr ins Projektland per Post gesendet. Unsere Betreuer vor Ort übernehmen die Übersetzung und Verteilung der Briefe an die Patenkinder. Briefe nach Indien, Ghana, Uganda bitte in Englisch schreiben, nach Haiti in Englisch oder Französisch und nach Moldawien in Deutsch. Auch Fotos von den Paten bereiten den Kindern große Freude.

Zu Weihnachten gibt es auch die Möglichkeit, dem Patenkind einen Weihnachtsgruß (Brief/Karte) mit einem kleinen persönlichen Geschenk zu schicken. Als Beilagen haben sich Haarspangen, Haargummis, Stifte, Radiergummi, kleines Heft max. A5, Schlüsselanhänger, Sticker bewährt.


31. Sind Besuche in die Projektländer möglich?

Ja. Der Wunsch, das Patenkind persönlich im Projektland zu besuchen, wird von uns unterstützt. Wir bitten um eine rechtzeitige Anfrage im ORA Büro. Da ein Besuch aus Österreich in den Projektländern nicht alltäglich stattfindet, ist es angebracht, unsere Projektpartner und die Familie des Patenkindes über Besuchsabsichten zu informieren. Sie werden von Mitarbeitern vor Ort zur Familie des Patenkindes begleitet. Ob eine Reise möglich ist oder nicht, ist auch abhängig von der aktuellen Sicherheitslage vor Ort.
Eine Einladung und Besuch des Kindes zum Paten nach Österreich ist nicht möglich.


32. Sind Sonderzahlungen oder Pakete möglich?

Ja. Sonderzahlungen für das Patenkind z. B. zum Geburtstag oder zu Weihnachten sind jederzeit möglich. Allerdings werden Sonderzahlungen in den einzelnen Projekten unterschiedlich gehandhabt und es werden die Besonderheiten des Landes, in dem Ihr Patenkind lebt, beachtet. Daher sollten solche Zahlungen in Absprache mit unserem Büro erfolgen. So stellen wir sicher, dass Ihre Spende so effektiv wie möglich zum Wohle des Kindes eingesetzt wird. Geschenke sollen auf keinen Fall Neid unter den Kindern auslösen. Wichtig bei einer Sonderzahlung ist, die Angabe des Namens des Patenkindes sowie der Verwendungs­zweck: Sonderspende Patenkind.

Pakete von Paten können nicht in unsere Projektländer geschickt werden. Zu groß wäre der Neid zwischen den Kindern und die Portokosten würden jeglichen Rahmen sprengen. Auch kann nicht immer sichergestellt werden, dass Pakete in den Projektländern sicher ankommen.

Zu Weihnachten gibt es allerdings die Möglichkeit, dem Patenkind einen kleinen Gruß zukommen zu lassen. Im Herbst werden die Paten darüber rechtzeitig angeschrieben und informiert.


33. Sind Patenschaftsbeiträge steuerlich absetzbar?

Ja, alle Spenden an ORA International können steuerlich geltend gemacht werden. ORA International Österreich ist beim BM für Finanzen unter der Registrierungsnummer SO 1309 in der Liste der „Spendenbegünstigten Vereine” registriert und als Verein für mildtätige Zwecke, Entwicklungs- und Katastrophenhilfe anerkannt.

Um die Spenden an ORA als Privatperson absetzen zu können, benötigen wir Ihren vollständigen Namen laut Melderegister, sowie das Geburtsdatum. Nur so können wir die Spenden aus dem aktuellen Jahr im Frühjahr des darauffolgenden Jahres verschlüsselt ans Finanzamt übermitteln. Spenden aus dem Betriebsvermögen werden weiterhin mit einer Spendenbestätigung einmal jährlich schriftlich bedankt.


34. Welche Kinder und wer sucht Patenkinder aus?

Kinder, welche bedürftig, armutsgefährdet und dringend Hilfe benötigen, werden von unseren Projektpartnern vor Ort für eine Patenschaft ausgewählt. In der Regel kommt ein Kind pro Familie in das Patenschaftsprogramm. Von der Unterstützung des Patenkindes profitiert die gesamte Familie. Vor allem wird der Schulbesuch durch Bezahlung der Schulgebühren, Schulausgaben und Schuluniform ermöglicht. Bei Bedarf gibt es Versorgung mit Lebensmitteln, medizinische Hilfe und Versicherung, Kleidung und Rundumversorgung des Patenkindes. Ist die Not in der Familie sehr groß, kann es sein, dass ein weiteres Geschwister in einer Patenschaft ist.


35. Sind die Patenkinder katholisch und aus christlichen Familien?

Unsere Patenkinder haben verschiedene Religionen. Wir wollen alle Kinder gleich behandeln. Doch ist es für alle unsere Projektpartner ein Anliegen, die Kinder zu einer Beziehung und einem Vertrauen auf Jesus hinzuführen.


36. Wie lange brauchen die Patenkinder Unterstützung?

Schön wäre es, wenn das Patenkind seine Schulausbildung mit einem Abschluss abschließen kann. Manchmal machen die Kinder nach dem Schulabschluss eine weitere Berufsausbildung oder studieren. Wenn das Patenkind sich selbst versorgen bzw. ein Einkommen erwirtschaften kann, ist die Patenschaft beendet. Das Alter des Patenkindes spielt dabei keine Rolle.


37. Kann die Patenschaft vorzeitig beendet werden?

Ja, die Patenschaft kann jederzeit ohne Angabe von Gründen beendet werden. Ein Anruf, E-Mail oder Brief genügen.


38. Kann die Einzugsermächtigung vom Paten beendet werden?

Ja, die Einzugsermächtigung kann jederzeit beendet werden. Ein Anruf, E-Mail oder Brief genügen. Es gibt keine Kündigungsfrist oder sonstige Formalitäten.


39. Ist eine Sonderspende an ein Patenkind möglich?

Ja, eine Sonderspende für die Familie ist möglich. Nach Rücksprache mit unseren Verantwortlichen vor Ort, kann geklärt werden, was die Familie dringend braucht. Manchmal kann es eine Ziege sein, ein Bau einer Toilette, Lebensmittel, Kleidung, Schuhe, Kosmetikartikel oder Sonstiges.


40. Bekomme ich regelmäßige Fotos oder Berichte meines Patenkindes?

Ja. Je nach Projektland erhalten Sie 1-2 Mal im Jahr ein aktuelles Foto Ihres Patenkindes. Zusätzlich erhalten Sie 1-2 Mal im Jahr einen Bericht, wie es Ihrem Patenkind gesundheitlich geht, wie es ihm/ihr in der Schule geht sowie weitere Informationen.


41. Was ist eine Projekt-Patenschaft und wie unterscheidet sie sich von einer Kind-Patenschaft?

Eine Projektpatenschaft in einem unserer Projektländer kann mit einem beliebigen monatlichen Betrag unterstützt werden. Sie bestimmen, wieviel Sie regelmäßig spenden und für welchen Zweck.

Eine Projektpatenschaft bedeutet kaum Verwaltungsaufwand für uns, aber dennoch hohen Nutzen. Dadurch ist es uns möglich, laufende Kosten unserer Projekte abzudecken, wie etwas die Anstellung einer Krankenschwester oder eines Lehrpersonals. Es kann aber auch bei der Finanzierung z.B. beim Bau eines Schulgebäudes oder einer Latrine helfen. Durch regelmäßige Spenden ist es uns möglich, langfristiger zu planen sowie auch spontan auf aktuelle Nöte einzugehen.

Projektpatenschaften können abgeschlossen werden für: Indien, Haiti, Ghana, Rumänien und Jemen.
Wenn Sie regelmäßig spenden möchten, aber keinen bestimmten Zweck wünschen, empfehlen wir Ihnen eine Projektpatenschaft “Dringendstes Projekt”. Ihr Geld wird so dort verwendet, wo es gerade am dringendsten benötigt wird.