Fragen & Antworten zum Thema Patenschaften

1. Was bedeutet eine Kind-Patenschaft?

Konkret wird durch eine Patenschaft ein Kind und dessen Familie in ein umfassendes Versorgungsprogramm einbezogen. Ernährung, Kleidung, medizinische Hilfe und Ausbildung sind gesichert. Das Kind spürt eine stete Verbesserung seiner Lebensqualität.
Ein Patenkind wird nur einmal vermittelt, denn eine Patenschaft ist die persönlichste Art der Entwicklungshilfe. Patenschaft wird zur Partnerschaft. Man wird mit dem sozialen Umfeld des Kindes bekannt gemacht und erfährt von Verbesserungen und/oder Herausforderungen und dem Leben im Projektland.

Wir betreuen aktuell Kinder-Patenschaften in den ORA-Projekten in Ghana, Haiti, Moldawien, Indien und Uganda. Für Moldawien werden keine neuen Paten mehr benötigt. In Albanien wurden die Kinder-Patenschaften mit März 2019 beendet und in Projekt-Patenschaften umgestellt. Wir bieten in allen Ländern Projekt-Patenschaften an, seit 2020 auch im Jemen. Nähere Infos dazu bei Frage 18 weiter unten.


 2. Wer kann eine Kind-Patenschaft übernehmen?

Jeder kann eine Patenschaft übernehmen. Auch Familien, Schulklassen, Frauenrunden, Vereine, oder andere Gruppen (Theatergruppe, Seniorenbund, Missionsrunden). Eltern können für ihre Kinder eine Patenschaft übernehmen, Großeltern für ihre Enkelkinder. Auch für Unternehmen bietet sich eine Übernahme einer Patenschaft an. Bei mehreren Paten benötigen wir einen festen Ansprechpartner. Das erleichtert die Kommunikation, die Zusendung der Unterlagen und den Zahlungsverkehr.


 3. Wie kann ich eine Kind-Patenschaft übernehmen?

Auf unserer Website kann eine Kinder-Patenschaft übernommen werden. Ein Klick auf „Pate werden“ leitet zur passenden Seite weiter. Dort kann man kostenlos und unverbindlich einen Vorschlag für ein Patenkind in einem Land Ihrer Wahl anfordern oder gleich die Patenschaft abschließen. Geben Sie Ihre Daten an und wir senden Ihnen per Post oder E-Mail die gewünschten Unterlagen zu. Auch kann telefonisch, schriftlich oder persönlich ein Patenschaftsvorschlag angefordert werden. Bei Abschluss der Patenschaft erhalten Sie die persönliche Patenschaftsurkunde und wichtige Informationen rund um Ihre Patenschaft per Post oder per E-Mail.


4. Ist eine Kind-Patenschaft rechtlich verpflichtend?

Nein. Trotz Unterschrift auf dem Formular der Einzugsermächtigung geht man keinerlei recht­liche Verpflichtung ein. Die Patenschaft kann ohne Angabe von Gründen sofort gekündigt werden. Im Falle der Kündigung bemühen wir uns, wieder einen neuen Paten für das Kind zu finden.


5. Wie viel kostet eine Kind-Patenschaft?

Der monatliche Beitrag für eine Kind-Patenschaft beträgt € 30. Mit diesem Geld wird die Grundversorgung, wie Ausbildung, medizinische Versorgung, Lebensmittel und Kleidung des Kindes sichergestellt. Auch profitiert die gesamte Familie des Patenkindes. 100 Prozent des Patenschaftsbetrages kommen dem Patenkind zugute. Es wird in sein Leben, aber auch in die Infrastruktur und die Entwicklung seines Umfeldes investiert.


 6. Wie werden Kind-Patenschaftsbeiträge bezahlt?

Am einfachsten und kostengünstigsten ist es, wenn uns eine Einzugsermächtigung (Lastschrift/Abbuchung) vorliegt. Auch kann der Patenschaftsbetrag mit einem Dauerauftrag überwiesen werden. Wichtig für die Zahlungsweise per Dauerauftrag ist die Angabe des Namens des Patenkindes im Verwendungszweck. Sie können den Patenschaftsbetrag monatlich (30 Euro), vierteljährlich (90 Euro), halbjährlich (180 Euro) oder jährlich (360 Euro) begleichen.


7. Besteht die Möglichkeit zu Briefkontakt?

Ja. Gerne leiten wir Post an das Patenkind und vom Patenkind weiter. Wir sind sehr bemüht, Paten im Briefkontakt zu unterstützen. Gehen Sie jedoch nicht vom „österreichischen“ Postsystem aus. Oft haben die Dörfer, in denen die Kinder mit ihren Familien leben, keine Postadresse oder die Kinder können Briefe nicht selbst beantworten, um ihren Dank auszudrücken. So bitten wir um Verständnis für eventuelle Verzögerungen in Rückschreiben vom Patenkind.

Aus Sicherheitsgründen, Datenschutz und zum Schutz der Kinder teilen wir keine Adresse des Patenkindes mit. Auch ist es wichtig, nicht die eigene Adresse (E-Mailadresse, Skypeadresse) und keine Telefonnummer (Mobilnummer, WhatsApp) in den Briefen an das Patenkind zu erwähnen.

Ihr Brief ans Patenkind wird unterm Jahr vorerst per E-Mail ins Projektland weitergeleitet. Anschließend werden die Briefe gesammelt und ein- bis zweimal im Jahr ins Projektland per Post gesendet. Unsere Betreuer vor Ort übernehmen die Übersetzung und Verteilung der Briefe an die Patenkinder. Briefe nach Indien, Ghana, Uganda bitte in Englisch schreiben, nach Haiti in Englisch oder Französisch und nach Moldawien in Deutsch. Auch Fotos von den Paten bereiten den Kindern große Freude.

Zu Weihnachten gibt es auch die Möglichkeit, dem Patenkind einen Weihnachtsgruß (Brief/Karte) mit einem kleinen persönlichen Geschenk zu schicken. Als Beilagen haben sich Haarspangen, Haargummis, Stifte, Radiergummi, kleines Heft max. A5, Schlüsselanhänger, Sticker bewährt.


8. Sind Besuche in die Projektländer möglich?

Ja. Wir bitten um eine rechtzeitige Anfrage im ORA Büro. Da ein Besuch aus Österreich in den Projektländern nicht alltäglich stattfindet, ist es angebracht, unsere Projektpartner und die Familie des Patenkindes über Besuchsabsichten zu informieren. Sie werden von Mitarbeitern vor Ort zur Familie des Patenkindes begleitet. Ob eine Reise möglich ist oder nicht, ist auch abhängig von der aktuellen Sicherheitslage vor Ort.
Eine Einladung und Besuch des Kindes zum Paten nach Österreich ist nicht möglich.


9. Sind Weihnachtsgeschenke und/oder Geburtstagsgeschenke möglich?

Sonderzahlungen für das Patenkind z. B. zum Geburtstag oder zu Weihnachten sind jederzeit möglich. Allerdings werden Sonderzahlungen in den einzelnen Projekten unterschiedlich gehandhabt und es werden die Besonderheiten des Landes, in dem Ihr Patenkind lebt, beachtet. Daher sollten solche Zahlungen in Absprache mit unserem Büro erfolgen. So stellen wir sicher, dass Ihre Spende so effektiv wie möglich zum Wohle des Kindes eingesetzt wird. Geschenke sollen auf keinen Fall Neid unter den Kindern auslösen. Wichtig bei einer Sonderzahlung ist, die Angabe des Namens des Patenkindes sowie der Verwendungs­zweck: Sonderspende Patenkind.

Pakete von Paten können nicht in unsere Projektländer geschickt werden. Zu groß wäre der Neid zwischen den Kindern und die Portokosten würden jeglichen Rahmen sprengen. Auch kann nicht immer sichergestellt werden, dass Pakete in den Projektländern sicher ankommen.

Zu Weihnachten gibt es allerdings die Möglichkeit, dem Patenkind einen kleinen Gruß zukommen zu lassen. Weiters bieten wir die Möglichkeit zu einer “Weihnachtsspende” an. Davon können unsere Projektpartner vor Ort eine tolle Weihnachtsfeier mit Festessen und auch kleinen Geschenken für ALLE Kinder im Projekt organisieren. Im Herbst werden die Paten darüber rechtzeitig angeschrieben und informiert.


10. Sind Patenschaftsbeiträge steuerlich absetzbar?

Ja, alle Spenden an ORA International können steuerlich geltend gemacht werden. ORA International Österreich ist beim BM für Finanzen unter der Registrierungsnummer SO 1309 in der Liste der „Spendenbegünstigten Vereine” registriert und als Verein für mildtätige Zwecke, Entwicklungs- und Katastrophenhilfe anerkannt.

Um die Spenden an ORA als Privatperson absetzen zu können, benötigen wir Ihren vollständigen Namen laut Melderegister, sowie das Geburtsdatum. Nur so können wir die Spenden aus dem aktuellen Jahr im Frühjahr des darauffolgenden Jahres verschlüsselt ans Finanzamt übermitteln. Spenden aus dem Betriebsvermögen werden weiterhin mit einer Spendenbestätigung einmal jährlich schriftlich bedankt.


11. Welche Kinder und wer sucht Patenkinder aus?

Kinder, welche bedürftig, armutsgefährdet und dringend Hilfe benötigen, werden von unseren Projektpartnern vor Ort für eine Patenschaft ausgewählt. In der Regel kommt ein Kind pro Familie in das Patenschaftsprogramm. Von der Unterstützung des Patenkindes profitiert die gesamte Familie. Vor allem wird der Schulbesuch durch Bezahlung der Schulgebühren, Schulausgaben und Schuluniform ermöglicht. Bei Bedarf gibt es Versorgung mit Lebensmitteln, medizinische Hilfe und Versicherung, Kleidung und Rundumversorgung des Patenkindes. Ist die Not in der Familie sehr groß, kann es sein, dass ein weiteres Geschwister in einer Patenschaft ist.


12. Sind die Patenkinder katholisch und aus christlichen Familien?

Unsere Patenkinder haben verschiedene Religionen. Wir wollen alle Kinder gleich behandeln. Doch ist es für alle unsere Projektpartner ein Anliegen, die Kinder zu einer Beziehung und einem Vertrauen auf Jesus hinzuführen.


13. Wie lange brauchen die Patenkinder Unterstützung?

Schön wäre es, wenn das Patenkind seine Schulausbildung mit einem Abschluss abschließen kann. Manchmal machen die Kinder nach dem Schulabschluss eine weitere Berufsausbildung oder studieren. Wenn das Patenkind sich selbst versorgen bzw. ein Einkommen erwirtschaften kann, ist die Patenschaft beendet. Das Alter des Patenkindes spielt dabei keine Rolle.

Wenn ein Kind die Schule oder Berufsausbildung abbricht, kommt es nach Absprache mit dem Kind und seiner Familie normalerweise auch zu einer Beendigung der Patenschaft.


14. Kann die Patenschaft vorzeitig beendet werden?

Ja, die Patenschaft kann jederzeit ohne Angabe von Gründen beendet werden. Ein Anruf, E-Mail oder Brief genügen. Im Falle der Kündigung bemühen wir uns, wieder einen neuen Paten für das Kind zu finden.


15. Kann die Einzugsermächtigung vom Paten beendet werden?

Ja, die Einzugsermächtigung kann jederzeit beendet werden. Ein Anruf, E-Mail oder Brief genügen. Es gibt keine Kündigungsfrist oder sonstige Formalitäten.


16. Ist eine Sonderspende an ein Patenkind möglich?

Ja, eine Sonderspende für die Familie ist möglich. Nach Rücksprache mit unseren Verantwortlichen vor Ort, kann geklärt werden, was die Familie dringend braucht. Manchmal kann es eine Ziege sein, ein Bau einer Toilette, Lebensmittel, Kleidung, Schuhe, Kosmetikartikel oder Sonstiges.


17. Bekomme ich regelmäßige Fotos oder Berichte meines Patenkindes?

Ja. Je nach Projektland erhalten Sie 1-2 Mal im Jahr ein aktuelles Foto Ihres Patenkindes. Zusätzlich erhalten Sie 1-2 Mal im Jahr einen Bericht, wie es Ihrem Patenkind gesundheitlich geht, wie es ihm/ihr in der Schule geht, sowie weitere Informationen.


18. Was ist eine Projekt-Patenschaft und wie unterscheidet sie sich von einer Kind-Patenschaft?

Eine Projektpatenschaft in einem unserer Projektländer kann mit einem beliebigen monatlichen Betrag unterstützt werden. Sie bestimmen, wieviel Sie regelmäßig spenden und für welchen Zweck.

Eine Projektpatenschaft bedeutet kaum Verwaltungsaufwand für uns, aber dennoch hohen Nutzen. Dadurch ist es uns möglich, laufende Kosten unserer Projekte abzudecken, wie etwas die Anstellung einer Krankenschwester oder eines Lehrpersonals. Es kann aber auch bei der Finanzierung z.B. beim Bau eines Schulgebäudes oder einer Latrine helfen. Durch regelmäßige Spenden ist es uns möglich, langfristiger zu planen sowie auch spontan auf aktuelle Nöte einzugehen.

Projektpatenschaften können abgeschlossen werden für: Indien, Haiti, Ghana, Rumänien und Jemen.
Wenn Sie regelmäßig spenden möchten, aber keinen bestimmten Zweck wünschen, empfehlen wir Ihnen eine Projektpatenschaft “Dringendstes Projekt”. Ihr Geld wird so dort verwendet, wo es gerade am dringendsten benötigt wird.