Fragen & Antworten zum Thema Patenschaften

1.  Was bedeutet eine Kind-Patenschaft?

Konkret wird durch eine Patenschaft ein Kind und dessen Familie in ein umfassendes Versorgungsprogramm einbezogen. Ausbildung, Ernährung, Kleidung und medizinische Hilfe sind gesichert. Das Kind spürt eine stete Verbesserung seiner Lebensqualität.

Ein Patenkind wird nur einmal vermittelt, denn eine Patenschaft ist die persönlichste Art der Entwicklungshilfe. Patenschaft wird zur Partnerschaft. Man wird mit dem sozialen Umfeld des Kindes bekannt gemacht und erfährt von Verbesserungen und/oder Herausforderungen und dem Leben im Projektland.

Wir betreuen aktuell Kinder-Patenschaften in den ORA-Projekten in Ghana, Haiti, Tansania, Moldawien, Indien und Uganda. Für Moldawien werden keine neuen Paten mehr benötigt. In Albanien wurden die Kinder-Patenschaften mit März 2019 beendet und in Projekt-Patenschaften umgestellt.


2. Was bedeutet eine Projekt-Patenschaft?

Wenn Sie anstelle eines Kindes ein konkretes ORA-Projekt mit einer regelmäßigen Spende unterstützen möchten, dann ist eine ORA-Projektpatenschaft das Richtige für Sie. Sie bestimmen selber, wieviel und für welchen Zweck Sie regelmäßig spenden.

Eine Projektpatenschaft bedeutet wenig Verwaltungsaufwand mit großem Nutzen. Durch regelmäßige Spenden ist es uns möglich, langfristig zu planen sowie spontan auf aktuelle Nöte einzugehen. Wir können laufende Kosten unserer Projekte abdecken, wie etwa die Anstellung einer Krankenschwester, Lehrkraft oder Sozialhelferin. Sie helfen aber auch bei der Finanzierung von Bauprojekten wie eines Schulgebäudes oder von Latrinen. So hilft uns jede ORA-Projektpatenschaft, flexibel und unkompliziert zu helfen.

Projektpatenschaften können grundsätzlich für alle unsere Projekte abgeschlossen werden, sei es für unsere Kinderarche in Rumänien, den Wiederaufbau in Haiti, Milchpulver im Jemen oder spezielle Berufsausbildungen. Wenn Sie regelmäßig spenden möchten, aber keinen bestimmten Zweck wünschen, empfehlen wir Ihnen eine Projektpatenschaft “Dringendstes Projekt”. Ihr Geld wird so dort verwendet, wo es gerade am dringendsten benötigt wird. Mehr zu Projektpatenschaften erfahren Sie hier.


3. Wie viel kostet eine ORA-Patenschaft?

Der monatliche Beitrag für eine Kind-Patenschaft beträgt 30 Euro. Mit diesem Geld wird die Grundversorgung, wie Ausbildung, medizinische Versorgung, Lebensmittel und Kleidung des Kindes sichergestellt. Auch profitiert die gesamte Familie des Patenkindes. 100 Prozent des Patenschaftsbetrages kommen dem Patenkind zugute. Es wird in sein Leben, aber auch in die Infrastruktur und die Entwicklung seines Umfeldes investiert.

Der Betrag für eine ORA-Projektpatenschaft ist grundsätzlich frei wählbar. Viele zweckgebundene Projektpatenschaften, wie etwa eine Milchpulverpatenschaft oder für die Kinderarche in Rumänien starten bei 15 Euro im Monat. Eine Ausbildungspatenschaft startet bei 50 Euro im Monat.


4. Wer kann eine ORA-Patenschaft übernehmen?

Jeder kann eine Patenschaft übernehmen. Auch Familien, Schulklassen, Frauenrunden, Vereine, oder andere Gruppen (Theatergruppe, Seniorenbund, Missionsrunden). Eltern können für ihre Kinder eine Patenschaft übernehmen, Großeltern für ihre Enkelkinder. Auch für Unternehmen bietet sich eine Übernahme einer Patenschaft an. Gerne kann eine Patenschaft auch als Geschenk für jemand anderen abgeschlossen werden.

Bei mehreren Paten benötigen wir einen festen Ansprechpartner. Das erleichtert die Kommunikation, die Zusendung der Unterlagen und den Zahlungsverkehr.


 5. Wie kann ich eine ORA-Patenschaft übernehmen?

Auf unserer Website kann eine Kind-Patenschaft oder Projekt-Patenschaft übernommen werden. Ein Klick auf „Pate werden“ leitet zur passenden Seite weiter. Dort kann man kostenlos und unverbindlich einen Vorschlag für ein Patenkind in einem Land Ihrer Wahl oder eine Projektpatenschaft anfordern, oder gleich eine Patenschaft abschließen. Geben Sie Ihre Daten an und wir senden Ihnen per Post oder E-Mail die gewünschten Unterlagen zu. Auch kann telefonisch, schriftlich oder persönlich ein Patenschaftsvorschlag angefordert werden. Bei Abschluss der Patenschaft erhalten Sie die persönliche Patenschaftsurkunde und wichtige Informationen rund um Ihre Patenschaft per Post oder per E-Mail.


6. Kann eine ORA-Patenschaft wieder gekündigt werden?

Ja. Trotz Unterschrift auf dem Formular der Einzugsermächtigung gehen Sie keinerlei rechtliche Verpflichtung ein. Es gibt keine Kündigungsfrist oder sonstige Formalitäten. Eine Patenschaft kann ohne Angabe von Gründen sofort gekündigt werden. Ein Anruf oder eine E-Mail reichen aus. Im Falle der Kündigung einer Kind-Patenschaft bemühen wir uns, rasch wieder einen neuen Paten für das Kind zu finden.


 7. Wie werden Kind-Patenschaftsbeiträge bezahlt?

Am einfachsten und kostengünstigsten ist es, wenn uns eine Einzugsermächtigung (Lastschrift/Abbuchung) vorliegt. Auch kann der Patenschaftsbetrag mit einem Dauerauftrag überwiesen werden. Wichtig für die Zahlungsweise per Dauerauftrag ist die Angabe des Namens des Patenkindes im Verwendungszweck. Sie können den Patenschaftsbetrag monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich begleichen.


8. Wie werden die Patenkinder ausgewählt?

Die Wahl der Patenkinder erfolgt durch unsere Projektpartner vor Ort. Sie kennen die Gegebenheiten, sind gut vernetzt und informieren sich über die Lebensumstände. Die Kinder werden uns ungeachtet ihres Geschlechts oder Religion als Patenkinder vorgeschlagen. Voraussetzung ist, dass die Eltern einverstanden sind, das Kind in die Schule geht und die Familie in Armut lebt. Bei der Wahl Ihres Patenkindes berücksichtigen wir gerne Wünsche zum Herkunftsland und zum Geschlecht des Kindes.

In der Regel kommt ein Kind pro Familie in das Patenschaftsprogramm. Von der Unterstützung des Patenkindes profitiert die gesamte Familie. Vor allem wird der Schulbesuch durch Bezahlung der Schulgebühren, Schulausgaben und Schuluniform ermöglicht. Bei Bedarf gibt es Versorgung mit Lebensmitteln, medizinische Hilfe und Versicherung, Kleidung und Rundumversorgung des Patenkindes. Ist die Not in der Familie sehr groß, kann es sein, dass ein weiteres Geschwister in einer Patenschaft ist.


9. Sind die Patenkinder katholisch und aus christlichen Familien?

Unsere Patenkinder haben verschiedene Religionen. Wir wollen alle Kinder gleich behandeln. Doch ist es für alle unsere Projektpartner ein Anliegen, die Kinder zu einer Beziehung und einem Vertrauen auf Jesus hinzuführen.


10. Besteht die Möglichkeit zu Briefkontakt?

Ja. Gerne leiten wir Post an das Patenkind und vom Patenkind weiter. Wir sind sehr bemüht, Paten im Briefkontakt zu unterstützen. Gehen Sie jedoch nicht vom „österreichischen“ Postsystem aus. Oft haben die Dörfer, in denen die Kinder mit ihren Familien leben, keine Postadresse oder die Kinder können Briefe nicht selbst beantworten, um ihren Dank auszudrücken. So bitten wir um Verständnis für eventuelle Verzögerungen in Rückschreiben vom Patenkind.

Aus Sicherheitsgründen, Datenschutz und zum Schutz der Kinder teilen wir keine Adresse des Patenkindes mit. Auch ist es wichtig, nicht die eigene Adresse (E-Mailadresse, Skypeadresse) und keine Telefonnummer (Mobilnummer, WhatsApp) in den Briefen an das Patenkind zu erwähnen.

Ihr Brief ans Patenkind wird unterm Jahr vorerst per E-Mail ins Projektland weitergeleitet. Anschließend werden die Briefe gesammelt und ein- bis zweimal im Jahr ins Projektland per Post gesendet. Unsere Betreuer vor Ort übernehmen die Übersetzung und Verteilung der Briefe an die Patenkinder. Briefe nach Indien, Ghana, Uganda und Tansania bitte in Englisch schreiben, nach Haiti in Englisch oder Französisch und nach Moldawien in Deutsch. Auch Fotos von den Paten bereiten den Kindern große Freude. Zu Weihnachten gibt es auch die Möglichkeit, dem Patenkind einen Weihnachtsgruß (Brief/Karte) zu schicken.

Pakete von Paten können nicht in unsere Projektländer geschickt werden. Zu groß wäre der Neid zwischen den Kindern und die Portokosten würden jeglichen Rahmen sprengen. Auch kann nicht immer sichergestellt werden, dass Pakete in den Projektländern sicher ankommen.


11. Ist eine Sonderspende an das Patenkind möglich?

Ja. Sonderzahlungen für das Patenkind z. B. zum Geburtstag sind möglich. Allerdings werden Sonderzahlungen in den einzelnen Projekten unterschiedlich gehandhabt und es werden die Besonderheiten des Landes, in dem Ihr Patenkind lebt, beachtet. Wir bitten um Verständnis, dass die Entscheidung, wofür die Sonderspende für ein Patenkind ausgegeben wird, in Absprache mit unseren Projektpartnern erfolgt. So möchten wir vermeiden, dass ein Kind mit gutgemeinten Geschenken „überschwemmt“ wird und Neid entsteht. Schön wäre es, wenn von Ihrer Sonderspende nicht nur Ihr Patenkind profitiert, sondern auch dessen Freunde.

Daher sollten solche Zahlungen in Absprache mit unserem Büro erfolgen. Wichtig bei einer Sonderzahlung ist auch die Angabe des Namens des Patenkindes sowie der Verwendungs­zweck: Sonderspende Patenkind.

Es ist uns wichtig, dass zu Weihnachten jedes Patenkind ein kleines Geschenk bekommt. Hierfür bitten wir unsere Paten um eine freiwillige Sonderspende von 25 Euro. Davon können unsere Projektpartner vor Ort eine tolle Weihnachtsfeier mit Festessen und auch kleinen Geschenken für ALLE Kinder im Projekt organisieren. Im Herbst werden die Paten darüber rechtzeitig angeschrieben und informiert.

Pakete von Paten können nicht in unsere Projektländer geschickt werden. Zu groß wäre der Neid zwischen den Kindern und die Portokosten würden jeglichen Rahmen sprengen. Auch kann nicht immer sichergestellt werden, dass Pakete in den Projektländern sicher ankommen.


12. Sind Besuche in die Projektländer möglich?

Ja. Wir bitten um eine rechtzeitige Anfrage im ORA Büro. Da ein Besuch aus Österreich in den Projektländern nicht alltäglich stattfindet, ist es angebracht, unsere Projektpartner und die Familie des Patenkindes über Besuchsabsichten zu informieren. Sie werden von Mitarbeitern vor Ort zur Familie des Patenkindes begleitet. Ob eine Reise möglich ist oder nicht, ist auch abhängig von der aktuellen Sicherheitslage vor Ort.
Eine Einladung und Besuch des Kindes zum Paten nach Österreich ist nicht möglich.


13. Bekomme ich regelmäßige Fotos oder Berichte meines Patenkindes?

Ja. Je nach Projektland erhalten Sie 1-2 Mal im Jahr ein aktuelles Foto Ihres Patenkindes. Zusätzlich erhalten Sie 1-2 Mal im Jahr einen Bericht, wie es Ihrem Patenkind gesundheitlich geht, wie es ihm/ihr in der Schule geht sowie weitere Informationen.


14. Wann endet meine Patenschaft für ein Kind?

Schön wäre es, wenn das Patenkind seine Schulausbildung abschließen kann. Manchmal ist es sinnvoll, wenn Kinder nach dem Schulabschluss eine Berufsausbildung oder ein Studium anhängen. Wenn das Patenkind sich selbst versorgen bzw. ein Einkommen erwirtschaften kann, wird die Patenschaft durch
uns beendet. Das Alter des Patenkindes spielt dabei keine Rolle.

Es kommt immer wieder vor, dass Familien unerwartet umziehen und deshalb die Patenschaft beendet werden muss. Wenn ein Kind sich weigert, die Schule weiter zu besuchen, wird die Patenschaft durch uns beendet.


15. Sind Patenschaftsbeiträge steuerlich absetzbar?

Ja, alle Spenden an ORA International können steuerlich geltend gemacht werden. ORA International Österreich ist beim BM für Finanzen unter der Registrierungsnummer SO 1309 in der Liste der „Spendenbegünstigten Vereine” registriert und als Verein für mildtätige Zwecke, Entwicklungs- und Katastrophenhilfe anerkannt.

Um die Spenden an ORA als Privatperson absetzen zu können, benötigen wir Ihren vollständigen Namen laut Melderegister, sowie das Geburtsdatum. Nur so können wir die Spenden aus dem aktuellen Jahr im Frühjahr des darauffolgenden Jahres verschlüsselt ans Finanzamt übermitteln. Spenden aus dem Betriebsvermögen werden weiterhin mit einer Spendenbestätigung einmal jährlich schriftlich bedankt.