Tausende Wünsche dank euch erfüllt!

Vor Weihnachten haben wir unsere Projektpartner nach den dringlichsten Wünschen der Menschen in ihrem Umfeld gefragt. Uns erreichten teils berührende Antworten: Lebensmittel, um nicht mehr Hunger leiden zu müssen, Matratzen, um nicht mehr auf dem kalten Fußboden schlafen zu müssen oder (Solar-)Taschenlampen, um auch bei Dunkelheit lernen zu können. Für uns war klar: Kein Wunsch ist zu klein, um gehört zu werden.

Im Rahmen unseres „Wunschzettel für kalte Tage“ haben viele von euch Träume wahr werden lassen. Dank eurer zahlreichen und großzügigen Spenden rund um Weihnachten konnten wir tausende Wünsche erfüllen. Ein herzliches DANKE!

In Uganda profitierten insgesamt 1.500 Kinder von einer neuen Schultasche! Diese wurden im Rahmen von zwei Weihnachtsfeiern verteilt – eine im Nazareth Haus in Arua, die andere im von ORA unterstützten Flüchtlingslager Rhino Camp. Bei beiden Feiern vollbrachten unsere Projektpartner*innen eine logistische Meisterleistung. Der große Andrang erschwerte die koordinierte Zuteilung. Doch dank vorab erstellter Namenslisten und klarer Aufgabenteilung an drei Ausgabestellen behielten wir den Überblick“, erzählt uns ORA-Projektpartnerin Judith Njidda. Strahlende Augen, neue Motivation für den Schulalltag und ein starkes Zeichen der Wertschätzung und Hoffnung für die Kinder waren der Lohn für die Mühe! Sie verfügen nun -viele erstmals- über Lernmaterialien, die für den Schulalltag notwendig sind. Ein tolles Beispiel, wie gezielte Maßnahmen in einem fragilen Kontext konkrete Verbesserungen im Bildungsalltag bewirken können!

Gemeinsam mit ORA-Partner Sabine und Andreas Kallauch aus Gerasdorf konnten wir auch Wünsche in der Ukraine wahr werden lassen. Das Ehepaar machte sich im Februar 2026 selbst auf den Weg ins Kriegsland und verteilte dank eurer Spenden Generatoren, Gaskocher, mobile Notstromversorger, Taschenlampen, Powerbanks und auch Lebensmittelpakete. In Kiew halfen sie bei einer Straßen-Ausspeisung für 300 Personen und in Charkiw diente ein ausrangierter holländischer Imbissstand mit gasbetriebenen Frittösen aus Ausgabestelle. Auch in den Dörfern rund um die großen Städte machten sie immer wieder Halt, um Hilfsgüter zu übergeben und ins Gespräch zu kommen. „Ich bin durch den Krieg Witwe geworden, meine Tochter zur Halbwaise. Man kann diese Trauer nie überwinden, aber das Leben muss weiter gehen“, erzählt ihnen eine junge Frau. Eine andere erzählte, dass sie am Tag zuvor am Friedhof war, um das Grab ihres Mannes zu pflegen. Auf einmal schlug eine Drohne im Friedhof ein und es gab eine Explosion. Sie hat einfach weiter gemacht und sich nicht darum gekümmert. „Wir sind schon so viel gewöhnt“, so ihre Kommentar.

„Der Krieg hinterlässt überall seine Spuren. In Sumy hörte man alle paar Minuten Artillerieschüsse, da die russische Grenze ja nicht weit weg ist. Währenddessen rodeln die Kinder im Stadtpark. Fröhliche Kinder beim Schlittenfahren – mitten im Krieg. Die Menschen versuchen, wann immer es möglich ist, die Normalität aufrecht zu halten“, erzählt Sabine Kallauch. Auch die Städte Isjum und Slowjansk besuchten sie. „Ich weiß nicht, wie es ist, so nah an der Kampflinie zu leben – mit den Geräuschen des Krieges und ohne zu wissen, was in einigen Wochen sein kann. Wo jederzeit Drohnen, Gleitbomben oder Raketen einschlagen können. Für uns sind diese Menschen wirklich Helden und es ist schön, mit ihnen Zeit zu verbringen und sie zu ermutigen.“

In Syrien wurde in mehreren Lagern Kohle zum Heizen der Zelte verteilt. Dazu erhielten 150 Familien je zwei Decken und die Kinder selbst genähte Jogginganzüge, die auch als Pyjamas genutzt werden. „Der Winter war dadurch erträglicher. Danke!“ – so Hassan, unser ORA-Partner vor Ort.

In Indien konnten wir dank eurer Spenden eine Latrine bauen und Häuser renovieren. „Die Familien sind sehr dankbar für diese Unterstützung. Endlich können sie gesund und sicher ihre Notdurft verrichten. Außerdem regnet es nun nicht mehr ins Haus – eine große Erleichterung!“, schildert Sr. Clemence, die im Dorf Nattamangalam die Renovierungen betreut hat. Ebenfalls im Rahmen des „Wunschzettel für kalte Tage“ wurden 32 Nähmaschinen an bedürftige Frauen verteilt, die nun ihr eigenes kleines Geschäft eröffnen können. Außerdem erhielten 140 Kinder und Erwachsene aus Palakkodu, die an HIV/Aids leiden, ein spezielles Paket mit nahrhaften Lebensmitteln. Auch eine Feier mit besonderem Mittagessen wurde für sie organisiert.

Auch in Haiti, Ghana, Jemen und Rumänien wurden danke euch Wünsche wahr! In Haiti wurde mit einem Gemeinschaftsgarten zur Selbstversorgung gestartet. Die Beteiligten erhielten verschiedene Samen zum Ansetzen und Gartenutensilien. In Ghana freuten sich 30 Schüler*innen über eine neue Matratze und 60 Familien über Solarlampen. Im Jemen wurden im Dezember insgesamt 193 Kinder in Dr. Moharrams Praxis betreut und versorgt. In Rumänien haben unsere Projektpartner Heizmaterialien verteilt. Arpi Szász versrogte 33 Familien mit je 300kg Heizbriketts, während Jozsi Mucui an 50 Familien je 1 Kubikmeter Feuerholz übergab.