2.008 LM-Pakete: DANKE!

2.008 ORA-Lebensmittelpakete aus unserer Weihnachtsaktion 2025 sind mittlerweile dort angekommen, wo sie am dringendsten gebraucht werden. Unsere Partner vor Ort in Rumänien, der Ukraine, AlbanienBulgarien, Ungarn, GhanaHaitiNigeria und Syrien haben bedürftige Familien und Senior*innen mit dem Nötigsten versorgt. Ein riesiges Dankeschön an alle, die zu diesem tollen Ergebnis beigetragen haben!

Von den 2.008 Paketen wurden 313 Stück fertig gepackt in unseren ORA-Sammelstellen in Österreich abgegeben. 1.695 weitere Lebensmittelpakete wurden dank eurer Geldspenden direkt in den Projektländern gepackt und verteilt. Die Freude über das Geschenk war überall riesengroß! Und damit ihr seht, was eure Hilfe bewirkt hat, möchten wir einige der bewegenden Berichte aus unseren Projektländern mit euch teilen.

Gemeinsam mit unseren ghanaischen ORA-Projektpartnern Bernice & Paul Otoo verteilten wir insgesamt 490 Lebensmittelkörbe an Bedürftige. Pünktlich am 24. Dezember erhielten 210 Insassen aus dem Gefängnis in Koforidua neben Matratzen und Solarlampen auch Lebensmittel: „Unabhängig von den Fehlern, die ein Mensch begangen hat, bleibt seine Würde unantastbar. In Ghana reicht die staatliche Versorgung in Gefängnissen kaum für das Nötigste. Lebensmittel sind dabei keine Luxusgüter, sondern humane Grundbedürfnisse. Die Aktion schenkte den Menschen Hoffnung, Würde und das Gefühl, gerade zur Weihnachtszeit nicht vergessen zu sein“, schildet Bernice.

Zusätzlich wurden 280 Lebensmittelkörbe an bedürftige Familien, Senior*innen sowie Menschen mit Behinderungen verteilt. Die bunten Körbe waren gefüllt mit Reis, Fischkonserven, Tomatenmark, Zucker, Speiseöl, Kakao und Milch.

Eine der Begünstigten ist Mary, eine dreifache Mutter. Die heute 40-Jährige erlitt einen Schlaganfall, nachdem sie auf ihrer Treppe zu Hause gestürzt war. Doch damit nicht genug – nur kurze Zeit später verstarb plötzlich und unerwartet ihr Verwandter, der sich um sie gekümmert hatte. Mary ist nun gänzlich auf die Hilfe und Unterstützung von anderen angewiesen. „Ihr könnt euch kaum vorstellen, wie überwältigt und glücklich ich war, als ihr mir den mit Lebensmitteln gefüllten Korb überreicht habt“, so Mary. Auch die 62-Jährige Madobi ist eine der Begünstigten. Die ehemalige Bananenverkäuferin leidet heute unter schweren Entzündungen an den Beinen. Da ihre Kinder nicht bei ihr leben, ist sie im Alltag fast vollständig auf die Güte ihrer Nachbarn angewiesen. „Unser Besuch mit dem Lebensmittelgeschenk war für sie der absolute Höhepunkt des Jahres! Sie war so gerührt, dass sie Freudentränen vergoss, als sie den Korb entgegennahm“, erzählt Bernice.

Insgesamt 844 Lebensmittelpakete verteilten mehrere ORA-Projektpartner an unterschiedlichen Standorten in Rumänien. Jozsi Mucui ist einer davon: 200 mit Grundnahrungsmitteln gefüllte Schachteln verteilte er an Familien des sogenannten „Kalten Tals“. Die Bewohner*innen der weitläufigen Roma-Siedlung „Hidegvölgy“ außerhalb der Kleinstadt Targu Mures leben buchstäblich am Rande der Gesellschaft. Mit der Verteilung der Lebensmittelpakete brachte Jozsi weit mehr als nur Grundversorgung: Er schenkte den Familien das Gefühl, wertgeschätzt und gesehen zu werden.

In Haiti, wo die Auswirkungen von Hurrikan Melissa und die politischen Unruhen das Leben vieler Menschen erschweren, konnten wir gemeinsam mit unserem Partner COFHED ein starkes Zeichen der Hoffnung setzen. Zwischen dem 26. und 30. Dezember 2025 wurden insgesamt 427 Lebensmittelkörbe in 13 verschiedenen Dörfern verteilt. Die Rückmeldungen aus den Gemeinden sind überwältigend. Marianne T. aus der Guillaume-Gemeinschaft berichtet, wie schwierig die Lage nach dem Hurrikan war und wie unerwartet diese Hilfe kam. In der Marc-Gemeinde betonte Tira G., dass viele Familien ohne diese Unterstützung schlichtweg nicht gewusst hätten, wie sie ihre Kinder über die Feiertage ernähren sollten. „Wir hätten nicht gedacht, dass wir solche Vorräte erhalten würden“, so die dankbaren Stimmen aus Picot.

Das Besondere an dieser Aktion war auch der persönliche Weg: Die Teams brachten die Lebensmittelkörbe – gefüllt mit Reis, Mais, Bohnen, Erdnussbutter, Milchpulver und Lachs – direkt zu den Menschen nach Hause. Dieser Ansatz sicherte nicht nur die Würde der Empfänger*innen, sondern ermöglichte es den Helfer*innen auch, sich ein direktes Bild von den oft prekären Lebensumständen zu machen. Die 427 Pakete waren für die Menschen in Haiti weit mehr als eine Nahrungsmittelspende – die ihnen in einer Zeit der Hoffnungslosigkeit zeigte: Ihr seid nicht allein.