Die ORA-Kolleg*innen Philipp und Sandra verbrachten Ende Juli fünf Tage bei ORA-Projektpartnerin Sr. Gratias in der Missionsstation in Fushë-Arrëz. Der Zeitpunkt war bewusst gewählt: denn auch heuer fungierte die Missionsstation als Charity Checkpoint bei der Abenteuer-Rallye „Pothole-Rodeo“ quer durch den Balkan. Philipp und Sandra unterstützten das Team rund um Sr. Gratias bei der Betreuung der Rallye-Teilnehmer*innen, die an zwei Tagen hintereinander das Angebot nutzten, eine Rast in der Missionsstation einzulegen, (Sach-)Spenden abzugeben und sich ein eigenes Bild von der sozialen Arbeit vor Ort zu machen.
Wie nicht anders erwartet, waren das zwei turbulente Tage! Insgesamt 93 Teams stoppten am Charity-Checkpoint und toppten damit den Vorjahresrekord! Die Rallye-Pilot*innen besichtigten die Einrichtung, übergaben mitgebrachte Sachspenden, genossen ein Mittagessen im kühlen Speisesaal, nutzten den asphaltierten Hof für kleinere und größere Reparaturen und und und… Die Stimmung war absolut lässig und bot insbesondere für die Kinder der Tagesstätte und aus dem Ort zahlreiche Highlights: sie bestaunten die abenteuerlichen Rallye-Autos, bekamen Eis von der Rallye-Crew, tanzten vor und mit den Fahrer*innen, duschten unter einem Wasserwerfer und freuten sich über die eine oder andere Sachspende, die ihnen direkt übergeben wurde.
DANKE an alle Teams, die den Charity Checkpoint besucht haben, und auch an die, die es vorhatten, aber aus verschiedenen Gründen nicht geschafft haben – vielleicht klappts ja nächstes Jahr 😁!
Übrigens: wer genau hinschaut, wird auf den Fotos auch ORA-Mitarbeiterin Elsa entdecken, die die Rallye heuer privat mit ihrer Familie mitfuhr – launige Zusammenkünfte mit den anderen Teams, spektakuläre Panoramastraßen, frei lebende Bären am Wegesrand und viele weitere Abenteuer inklusive!
Nachdem an der Station wieder Ruhe eingekehrt war, nutzten Philipp und Sandra den nächsten, noch kühlen Morgen für Gespräche mit Sr. Gratias und ihren Kolleg*innen in der Missionsstation. Die Kindertagesstätte, Hilfsgütertransporte, die von Br. Jeremias betriebene Ambulanz und die soziale Arbeit des Teams vor Ort wurden beleuchtet und „zukunftsfit“ gemacht.
Anschließend nahm Br. Andreas die beiden ORA-Kolleg*innen mit zu einer bedürftigen Familie, die er aktuell betreut und bei der Hausrenovierung unterstützt. „Wir haben bis zu 15 solcher Bauprojekte im Jahr. Es gibt unzählige Familien und Einzelpersonen in der Umgebung, die ohne unsere Hilfe in baufälligen Unterkünften ausharren müssten. Insbesondere ältere Menschen, deren Kinder nach Tirana oder ins Ausland gezogen sind, vegetieren oftmals unter unwürdigen Umständen vor sich hin, weil sich niemand um sie kümmert“, erzählt uns Br. Andreas während der durchaus abenteuerlichen Anfahrt. Die Familie begrüßte uns überschwänglich und zeigte uns stolz das neue Dach, das ihr Haus zukünftig trocken halten soll. Die Mutter ist schwer krank und im Alltag auf Hilfe angewiesen, der Vater und eine Tochter sind geistig beeinträchtigt. Voller Dankbarkeit und Gastfreundschaft boten sie uns Getränke und kleine Snacks an – sie, die ohnehin kaum etwas haben. Berührt von diesen Begegnungen machten wir uns auf den Rückweg zur Missionsstation.
Am fünften Tag hieß es auch schon wieder Abschied nehmen von Sr. Gratias, Br. Andreas, Br. Jeremias und Br. Christian. Wir sagen DANKE für die gemeinsame Zeit, die vertrauensvollen Gespräche und die Einblicke, die wir in ihre wertvolle Arbeit bekommen durften!



























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