Wenn alte Wunden heilen dürfen…

Im Nachbarschaftszentrum Nazareth Haus in Arua, Uganda bieten die ORA-Projektpartnerinnen Judith Nidda und Damaris Dafam gemeinsam mit derzeit einer Sozialarbeiterin und zwei Kinderbetreuer*innen wöchentliche Programme für Kinder und Erwachsene sowie Beratung zu verschiedensten Themen und Notlagen. Lokale Ehrenamtliche und Volunteers aus Europa unterstützen sie bei ihrer sozialen Arbeit.

Im Frühjahr organisierte Judiths Team ein ganz besonderes Angebot: ein dreitägiges Traumaheilungsprogramm namens Ang Tulay, die Brücke. Alle ORA-Patenkinder, ihre Geschwister und einige Eltern nahmen teil, ebenso eine Gruppe von Flüchtlingsfamilien aus Darfur und mehrere andere Kinder, insgesamt 150 Teilnehmer*innen. Zu den Themen gehörten Identität, Ablehnung, Vergebung und Zukunftsträume. Die Kinder und Erwachsenen konnten sich in kleinen Gruppen über ihre Gefühle und Erfahrungen austauschen – etwas, wozu sie zuhause selten Gelegenheit haben.


Auch für die Kinder im Nazareth Haus gab es eine Workshopreihe zu ernsten Themen: Prävention von sexuellem Missbrauch und Sucht.


Zur Vorbereitung auf die beiden Programme nahmen drei Teammitglieder an einer dreitägigen Schulung über Traumabehandlung teil. Dabei wurde den Teilnehmer*innen vermittelt, wie sie mit traumatisierten Kindern umgehen, sie unterstützen und ihnen das Gefühl geben können, akzeptiert und geliebt zu werden. Außerdem gab es für das gesamte Team eine eintägige interne Schulung zum Thema sexueller Missbrauch.