Trauer um Enikö Mucui

Józsi mit seiner Frau Enikö

Traurig geben wir Nachricht vom plötzlichen Tod von Enikő Mucui (45) aus dem rumänischen Targu Mures am 5. Oktober 2020.

Enikő war seit 28 Jahren mit Józsi verheiratet. Sie haben drei Kinder: Tochter Enci und Sohn Jocó sind bereits erwachsen und haben eine eigene Familie; Nachzüglerin Deborah ist erst 8 Jahre alt und geht in die 1. Klasse. Gemeinsam haben Józsi und Enikő das Projekt am Hidegvolgy, der Roma-Siedlung am Stadtrand von Targu Mures, aufgebaut und betreut. Hier lebt auch die Familie. ORA unterstützt die Suppenküche und die Hausaufgabenbetreuung in der Siedlung seit mehr als 15 Jahren.

Wir haben sie über die Jahre stets als bescheidene, liebevolle, zarte und doch starke Frau kennengelernt, die ihren Mann Józsi seit vielen Jahren tatkräftig unterstützt hat. Ihr Lächeln wird uns in Erinnerung bleiben. Sie wird vielen Menschen fehlen.

Viele von euch haben Józsi über die Jahre kennengelernt und seine Arbeit hautnah miterleben können. Wir sind froh, dass die Arbeit weitergeht und noch in dieser Woche wird ein Hilfstransport nach Targu Mures fahren. Wir möchten Józsis Familie auch eine Kollekte zukommen lassen und ihm auf diesem Weg zeigen, dass wir Anteil am Tod seiner Frau nehmen. Wer sich finanziell beteiligen möchte, bitte bei der Überweisung „Enikö Mucui“ anführen. Gerne leiten wir auch Briefe und Kondolenzschreiben an Joszi weiter.

Józsi berichtet: 

Enikö bei der Essensverteilung
der Suppenküche in Targu Mures

Liebe Freunde von ORA, wir haben in den letzten zwei Monaten alles getan, was uns im Kampf gegen den Krebs möglich war. Wir sind zu den besten Onkologen in Targu Mures und in Cluj gegangen. Trotzdem hat ihr Körper nun aufgegeben. Im Alter von 45 Jahren ist Enikő am 5. Oktober verstorben. Am 7.Oktober fand die Beerdigung statt. Vor allem unsere 8-jährige Deborah kann kaum fassen, was der Tod ihrer Mutter bedeutet. Auch ich kann noch nicht glauben, dass ich nun ohne meine Ehefrau leben soll. Ich bin froh, dass unsere Tochter Enci mit ihrem Mann und ihrer Tochter, meiner Enkelin, bei uns im Haus leben. 

Wir bemühen uns, unsere Arbeit weiterzuführen, auch wenn wir alle den Schmerz über ihre Abwesenheit spüren. Nach einer Woche Pause nahmen wir am 12. Oktober wieder unsere täglichen Arbeiten auf. Unsere Tochter Enci und ich werden mehr Arbeit haben. Enci wird Enikős Aufgaben in der Suppenküche übernehmen, sie hat sofort mit einem Hygiene- und Kochkurs begonnen. Trotzdem bin ich auch dankbar für die vielen Hilfsangebote unserer ehrenamtlichen Helfer. 

Wir sind dankbar für eure Unterstützung unserer Projekte. Wir brauchen euch und wie ihr wisst, ist 2020 ohnehin das schwierigste Jahr seit jeher für uns alle. Bitte betet weiterhin für unsere Familie. Das ist das Wichtigste im Moment. Wenn jemand die Möglichkeit hat, unsere Familie persönlich mit einer Spende zu unterstützen, sind wir sehr dankbar. Die letzten zwei Monate haben uns viel gekostet – emotional und auch finanziell. Gott segne euch.
Józsi mit Familie und Team.

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