Ghana: Corona und seine Folgen

Juli mit ihrer Tochter und ihrem Baby
„Nicht das Virus an sich macht den Menschen Angst. Vielmehr sind es die Folgen der Ausgangs-beschränkungen, die die Menschen vor große Herausforderungen stellen“, erzählt ORA-Projektpartner Paul Otoo.

Das ORA-Team vor Ort in Ghana ist in den Dörfern rund um Okorase unterwegs um die Kinder und ihre Familien über das Virus aufzuklären, und um sie mit Reis oder Öl, sowie mit Handwasch-Stationen, Seife, Masken und Desinfektionsmittel zu unterstützen.

„Wir haben zum Beispiel Juli besucht, sie lebt mit 5 Kindern und ihrem 2 Wochen alten Baby allein. Ohne die Unterstützung von ORA wüsste sie nicht, woher sie Geld für Lebensmittel nehmen soll. Das Angesparte war bereits nach wenigen Tagen verbraucht. Durch die Corona-Maßnahmen sind alle Märkte geschlossen und es gibt keine Möglichkeit, Geld zu verdienen.“, so Paul.

Schulen, öffentliche Ansammlungen, Gottesdienste, Begräbnisse, Geschäfte: auch in Ghana wurde das öffentliche Leben rasch stillgelegt. Der Präsident gab nun bekannt, dass ab 15. Juni einige Einrichtungen unter strengen Auflagen wieder öffnen dürfen. Doch Schulen bleiben noch geschlossen. Lediglich für Schüler der Abschlussklassen höherer Schulen wird der Unterricht ab 29.6. wieder aufgenommen. Unsere Little Flower Schule, die aktuell vom Kindergarten bis zur 5. Klasse Grundschule reicht, bleibt leider noch geschlossen. Dies ist besonders deswegen schade, da kürzlich die letzten Bauarbeiten abgeschlossen wurden und das fertige Grundschulgebäude auf die Einweihung wartet. So hoffen wir, spätestens im September die Kinder im neuen Gebäude begrüßen zu dürfen!

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