Bildung statt Hunger in Tansania

„Ein voller Bauch studiert nicht gern.“  Dieses Sprichwort kennen viele aus dem Lateinunterricht
oder aus eigener Erfahrung: Nach einer schweren Mahlzeit ist man müde und kann sich nur
schwer konzentrieren. Das Gegenteil erfahren notleidende Schulkinder in Tansania tagtäglich am eigenen Leib: Ihre leeren Bäuche machen sie kraftlos und unaufmerksam. Mit knurrendem Magen schaffen sie es kaum, dem Unterricht zu folgen oder sich gar aktiv zu beteiligen!

Gemeinsam mit ORA-Partner ZORAH gewährleisten wir seit Jänner eine Ausspeisung an der Tengeru Primary School in Arusha. ORA-Mitarbeiterin Sandra besuchte die Schule Ende März während einer privaten Reise. Schulleiterin Ellen führte sie und die lokalen ORA-Partner*innen Osward, Veronika und Julie über das Gelände und berichtete begeistert von den bereits spürbaren Verbesserungen: „Die Kinder fehlen seltener, lachen mehr und lernen besser – wir sind jetzt eine glückliche Schule!“

Die Gruppe besichtigte die mit Holz betriebene Kochstelle und verkostete die einfache, aber gesunde, nahrhafte Mahlzeit. Wie üblich versammelten sich die Kinder zum gemeinsamen Essen unter ein paar großen, schattigen Bäumen. Hier sitzen sie bei jedem Wetter auf dem Boden – selbst wenn der Untergrund in der Regenzeit kalt und schlammig ist. Was ORA-Kollegin Sandra auch betroffen machte: als Essgeschirr und Besteck wird alles verwendet, was halbwegs geeignet ist. So benutzte ein Kind sein Lineal als „Löffel“ – herzzerreißend!

Die Kinder freuten sich sichtlich über den Besuch und und überraschten ihre Gäste zum Abschied noch mit berührenden, selbst gemalten Dank-Plakaten.